Wie lange ein frisches Tattoo aus der Sonne bleibt
Solange ein Tattoo heilt, gehört es nicht in die Sonne. Das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs nennt für die Heilung etwa 2 Wochen und rät, in dieser Zeit Sonne und Solarium zu meiden. Auch das Bundesumweltministerium zählt Sonnenbäder draußen und im Solarium zu dem, was während der Heilung tabu ist.
Ganz verheilt ist ein Tattoo erst später. Die Pharmazeutische Zeitung, die Fachzeitschrift der Apotheker, nennt dafür meist 4 bis 6 Wochen, und große Tattoos können nach Angaben einer Hautärztin aus den USA einige Monate brauchen. In dieser ganzen Zeit ist die Haut noch empfindlich.
Die Regeln reichen vom Tag vor dem Termin bis weit über die Heilung hinaus. In den ersten etwa 2 Wochen bleibt das Tattoo ganz aus der Sonne. Bis zur vollen Heilung nach 4 bis 6 Wochen schützen Kleidung und Schatten, danach Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr.
| Zeitraum | Was Sie tun | Warum |
|---|---|---|
| Tag vor dem Termin | Nicht lange in die Sonne gehen | Sonne reizt die Haut und macht sie empfindlicher |
| Etwa 2 Wochen nach dem Stechen | Keine Sonne und kein Solarium | Sonne reizt die offene Haut und stört die Heilung |
| Bis zur vollen Heilung nach 4 bis 6 Wochen | Mit lockerer Kleidung und Schatten schützen, noch keine Sonnencreme | Sonnencreme gehört erst auf verheilte Haut |
| Danach bei jedem Sonnentag | Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr, am Wasser 50+ | UV-Licht lässt die Farben verblassen |
Warum Sonne einem heilenden Tattoo schadet
Ein frisches Tattoo ist eine offene Wunde, und Sonne reizt diese Haut zusätzlich, so das Ministerium. Die Hygiene-Leitlinie für Tätowierer nennt starke Sonne ausdrücklich als einen Grund, warum ein Tattoo schlecht abheilt.
Die heilende Haut reagiert außerdem besonders empfindlich auf direktes Sonnenlicht, schreibt eine Hautärztin der Cleveland Clinic, einer großen Klinik in den USA. Das UV-Licht lässt die Farbe zudem schneller verblassen, und das Tattoo sieht dann ausgewaschen aus.
Sonnencreme hilft in dieser Zeit nicht weiter. Die Ärztin rät, sie erst auf das Tattoo zu geben, wenn es vollständig verheilt ist. Bis dahin bleibt nur, der Sonne aus dem Weg zu gehen. Suchen Sie Schatten und tragen Sie lockere Kleidung über dem Tattoo, die nicht scheuert.
Was UV-Licht mit der Tattoofarbe macht
UV-Licht kann bestimmte Farbpigmente im Tattoo aufspalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt dafür die sogenannten Azo-Pigmente, eine Gruppe von Farbpigmenten. Spaltet das Sonnenlicht sie auf, verblasst das Tattoo schnell.
Dabei können auch Stoffe frei werden, die zum Teil Krebs oder Allergien auslösen können. Ob und in welcher Menge das im Körper passiert, ist nach Angaben des Instituts noch nicht ausreichend erforscht. Seit dem 4. Januar 2022 sind in der EU rund 4.200 Stoffe in Tattoofarben verboten oder stark eingeschränkt.
Das Ministerium fasst es einfach zusammen. Zu viel Sonne ist für die Farbpigmente nie gut. Neben der Sonne lässt auch die Alterung der Haut ein Tattoo mit den Jahren verblassen, so das Portal aus Österreich. Das gehört zur Frage, wie ein Tattoo altert und verblasst.
Warum tätowierte Haut empfindlich auf Sonne reagiert
Viele Menschen merken, dass ihr Tattoo in der Sonne anders reagiert als die Haut daneben. Das Institut beschreibt eine höhere Empfindlichkeit tätowierter Haut gegen Sonne als häufig. Die Stelle schwillt dann an, juckt, sticht, schmerzt oder wird rot.
Das betrifft nicht nur rote oder bunte Tattoos. Nach dem Institut sind diese Reaktionen nicht auf bestimmte Farbtöne beschränkt. Nach dem Ministerium kann so eine Reaktion schnell aufflammen und auch wieder abklingen.
Bei manchen Menschen reagiert die Farbe so mit dem UV-Licht, dass es schmerzt, schreibt die amerikanische Gesellschaft der Hautärzte. Verändert sich die Haut über einem Tattoo oder reagiert sie immer wieder, lassen Sie das in einer Hautarztpraxis ansehen.
Welche Sonnencreme ein verheiltes Tattoo schützt
Ist das Tattoo verheilt, braucht es in der Sonne Schutz wie jede andere Haut auch. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Am und im Wasser, in den Bergen, auf Schnee und in sehr sonnigen Ländern rät es zu 50+.
Die Hautärzte aus den USA empfehlen für Tattoos dasselbe, und zwar eine wasserfeste Creme, die gegen alle UV-Strahlen schützt. Achten Sie deshalb auf der Packung darauf, dass die Creme auch vor UV-A schützt.
- Cremen Sie 20 bis 30 Minuten vor dem Gang in die Sonne ein.
- Nehmen Sie genug Creme. Für den ganzen Körper eines Erwachsenen sind das etwa 4 gehäufte Esslöffel.
- Cremen Sie mindestens alle 2 Stunden nach, und zusätzlich nach jedem Baden und Abtrocknen.
- Wählen Sie bei empfindlicher Haut eine Creme ohne Inhaltsstoffe, auf die Sie schon einmal reagiert haben.
Sonnencreme schützt nie vollständig. Das Bundesamt rät deshalb, die Zeit in der Sonne trotzdem kurz zu halten, Schatten zu suchen und Kleidung zu tragen. Nachcremen erhält nur die Wirkung, es verlängert die Zeit nicht, die Sie in der Sonne bleiben können.
Warum ein Tattoo nicht ins Solarium gehört
Das Solarium ist für ein frisches Tattoo genauso tabu wie die Sonne. Darin sind sich das Portal aus Österreich und das Ministerium einig, denn auch künstliches UV-Licht reizt die heilende Haut.
Auch einem verheilten Tattoo tut das Solarium nicht gut. Solarien und Höhensonnen lassen nach den Hautärzten aus den USA die Farbe verblassen, und sie erhöhen das Risiko für Hautkrebs. In den Wochen nach dem Stechen lassen Sie das Solarium deshalb ganz weg.
Für alles andere in den ersten Wochen gelten die Regeln der Tattoo-Pflege in den ersten 14 Tagen.
Häufige Fragen
Wann darf ein frisches Tattoo in die Sonne?
Ein frisches Tattoo bleibt ganz aus der Sonne, solange es heilt, an der Oberfläche etwa 2 Wochen. Ganz verheilt ist es meist nach 4 bis 6 Wochen, bis dahin schützen Schatten und lockere Kleidung. Danach braucht es in der Sonne Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr.
Welcher Lichtschutzfaktor schützt ein Tattoo?
Ein verheiltes Tattoo schützt eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr. Am Wasser, in den Bergen und auf Schnee raten Fachleute für Strahlenschutz zu 50+. Die Creme sollte auch vor UV-A schützen.
Darf ich mit einem frischen Tattoo ins Solarium?
Nein, mit einem frischen Tattoo gehen Sie nicht ins Solarium, denn es reizt die heilende Haut wie die Sonne. Auch ein verheiltes Tattoo verblasst im Solarium schneller. Dazu steigt das Risiko für Hautkrebs.
Warum verblasst ein Tattoo in der Sonne?
Ein Tattoo verblasst in der Sonne, weil UV-Licht bestimmte Farbpigmente aufspaltet. Fachleute für Risikobewertung nennen dafür die sogenannten Azo-Pigmente. Dabei können auch Stoffe frei werden, die zum Teil Allergien oder Krebs auslösen können.
Darf ich Sonnencreme auf ein frisches Tattoo auftragen?
Nein, auf ein frisches Tattoo gehört noch keine Sonnencreme, raten Hautärzte. Warten Sie, bis das Tattoo vollständig verheilt ist, meist nach 4 bis 6 Wochen. Bis dahin halten Sie es mit Schatten und lockerer Kleidung aus der Sonne.
Warum juckt mein Tattoo in der Sonne?
Ein Tattoo juckt in der Sonne, weil tätowierte Haut häufig empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert. Sie kann auch anschwellen, stechen oder rot werden, egal welche Farbe das Tattoo hat. Reagiert die Stelle immer wieder, lassen Sie sie in einer Hautarztpraxis ansehen.
