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Wo tut ein Tattoo am meisten weh?

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Am meisten weh tut ein Tattoo meist an Stellen mit wenig Gewebe über dem Knochen und mit vielen Nerven, etwa an Händen, Füßen, Knien, Brust und Bauch. Weniger schmerzt es oft an Schultern, Oberarmen und der Außenseite der Arme. Diese Rangfolge ist ein Erfahrungswert. Wie stark es wehtut, hängt auch von Dauer, Stress und Ihrem Empfinden ab.

Schmerz an Händen, Füßen, Kniekehlen
höchste von 3 Stufen
Bundesumweltministerium, Safer Tattoo, Sichergehen, Grafik Schmerz-o-meter, Stand 4. Oktober 2026
Befragte ohne Schmerz beim Stechen
rund 10 Prozent
Witkoś und Hartman-Petrycka, International Journal of Environmental Research and Public Health, 2020, Stand 17. Dezember 2020
Befragte mit Schmerzmittel vor dem Termin
33 Prozent
Witkoś und Hartman-Petrycka, International Journal of Environmental Research and Public Health, 2020, Stand 17. Dezember 2020
Hand drückt einen weichen Ball auf der Armlehne, während der andere Arm tätowiert wird
Wie stark ein Tattoo wehtut, hängt von der Körperstelle, der Dauer der Sitzung und Ihrem Empfinden ab. Bild: KI generiert.

Welche Stellen beim Tattoo am meisten wehtun

Das Bundesumweltministerium teilt die Körperstellen auf seinem Portal Safer Tattoo in drei Stufen ein, von sehr schmerzhaft bis weniger schmerzhaft. Eine Erhebung nennt es dazu nicht. Lesen Sie die Stufen deshalb als Erfahrungswert und nicht als Messung.

So ordnet das Ministerium die Körperstellen nach dem Schmerz beim Tätowieren ein, als Erfahrungswert ohne Messung.
SchmerzstufeKörperstellen
Sehr schmerzhaftGesicht, Hals, Brust, Bauch, Flanken, Ellenbeugen, Handgelenke, Hände, Kniekehlen, Knöchel und Füße
SchmerzhaftNacken, oberer Rücken, Innenseite der Arme, Innenseite der Oberschenkel und Waden
Weniger schmerzhaftSchultern, Außenseite der Arme und der untere Rücken über dem Gesäß

Das österreichische Gesundheitsportal beschreibt dasselbe Muster mit Beispielen. Ein Tattoo am Knie oder am Bauch ist danach schmerzhafter als am Oberarm. Das Ministerium nennt außerdem die Wirbelsäule, an der es oft mehr wehtut als an Oberschenkel oder Oberarm.

Jeder Mensch hat zudem eigene empfindliche Bereiche. Eine Stelle, die bei einer Freundin kaum wehtat, kann bei Ihnen sehr unangenehm sein.

Warum Knochen und Nerven den Schmerz verstärken

Beim Tätowieren sticht die Nadel die Farbe in die Lederhaut. Das ist die Hautschicht unter der Oberhaut, und ein Netz aus Nervenfasern durchzieht sie. Jeder Stich reizt diese Nerven, deshalb tut Tätowieren grundsätzlich weh.

Unter der Lederhaut liegt die Unterhaut mit Fett und Bindegewebe. Das Fett wirkt wie ein Stoßdämpfer und schützt Knochen und Gelenke. Wo zwischen Haut und Knochen wenig Gewebe liegt, fehlt dieses Polster, etwa an den Knien oder entlang der Wirbelsäule.

Auch die Dicke der Haut ist nicht überall gleich. Sie hängt von der Körperstelle ab, aber auch vom Alter und vom Geschlecht. Ältere Menschen haben eine dünnere Haut als jüngere, Männer eine dickere als Frauen. Der Tätowierer stellt die Tiefe der Nadel deshalb je nach Stelle und Hautdicke ein.

Was den Tattoo-Schmerz außer der Stelle steigert

Zwei Forscherinnen aus Polen haben 1.092 Tätowierte nach ihrem Schmerz gefragt, auf einer Skala von 0 bis 10. Am stärksten hing der Schmerz davon ab, wie lange das Stechen dauerte, wie gestresst die Menschen vorher waren und wie stark sie bluteten. Wer vorher ein Schmerzmittel genommen hatte, gab sogar mehr Schmerz an.

Die Körperregion, grob eingeteilt in Arm, Bein und Rumpf, änderte die Stärke des Schmerzes in dieser Studie nicht deutlich. Am Arm strahlte der Schmerz aber häufiger in andere Bereiche aus als am Bein. Das berichteten 83 Prozent der Befragten mit einem Tattoo am Arm und 72 Prozent mit einem Tattoo am Bein.

Rund 10 Prozent der Befragten sagten, das Stechen habe ihnen gar nicht wehgetan. Frauen gaben direkt nach dem Stechen mehr Schmerz an als Männer, während des Stechens gab es keinen Unterschied. Die Studie hat Grenzen, denn viele füllten den Fragebogen erst bis zu einem Monat später online aus.

Was gegen Schmerzen beim Tätowieren hilft

Aus der Studie folgt ein einfacher Rat. Lange Sitzungen tun mehr weh, deshalb lohnt es sich, ein großes Motiv an einer empfindlichen Stelle auf mehrere kürzere Termine zu verteilen. Sprechen Sie das schon bei der Planung mit dem Tätowierer an.

Kommen Sie ausgeruht und möglichst entspannt zum Termin. Verzichten Sie spätestens am Tag davor auf Alkohol, weil auch ein Kater schmerzempfindlicher macht. Essen Sie vorher etwas, damit Ihr Kreislauf auch bei Schmerzen stabil bleibt.

Nehmen Sie vor dem Termin keine Schmerztabletten, die das Blut verdünnen. Sie bluten dann stärker, und das Blut spült Farbe wieder aus. Nehmen Sie solche Medikamente auf ärztliche Verordnung, sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie Sie eine weniger schmerzhafte Stelle wählen

Für ein erstes Tattoo wählen Sie am besten eine Stelle, die in der Übersicht des Ministeriums weniger schmerzhaft ist, etwa die Schulter oder die Außenseite des Oberarms. Sprechen Sie offen über Ihre Sorge vor Schmerzen. Der Tätowierer kann einschätzen, wie lange die Arbeit an der gewünschten Stelle dauert.

Hände und Füße stehen in der Übersicht auf der höchsten Schmerzstufe, und sie haben einen zweiten Nachteil. Tattoos an Stellen, die viel beansprucht werden oder sich viel bewegen, altern nach dem Ministerium schneller und stärker, als Beispiele nennt es Hände und Knöchel. An diesen Stellen zeigt sich also früh, wie ein Tattoo altert und verblasst.

Legen Sie Motiv, Größe und Stelle am besten zusammen fest, so wie beim ersten Tattoo. Ein kleines Motiv an einer ruhigen Stelle ist schneller gestochen, und eine kurze Sitzung tut weniger weh.

Häufige Fragen

Tut ein Tattoo am Oberarm weh?

Ja, auch ein Tattoo am Oberarm tut weh, aber oft weniger als an Knie, Bauch oder Wirbelsäule. Das beschreiben zwei staatliche Gesundheitsportale aus Deutschland und Österreich übereinstimmend. Wie stark Sie den Schmerz spüren, hängt außerdem von der Dauer der Sitzung und von Ihrem Empfinden ab.

Wo tut ein Tattoo am wenigsten weh?

Am wenigsten weh tut ein Tattoo nach einer Übersicht eines Bundesministeriums an den Schultern, an der Außenseite der Arme und am unteren Rücken über dem Gesäß. Diese Einteilung ist ein Erfahrungswert und keine Messung. Jeder Mensch hat zudem eigene empfindliche Stellen.

Warum tut ein Tattoo auf dem Knochen mehr weh?

Ein Tattoo auf dem Knochen tut mehr weh, weil dort wenig Fett und Gewebe zwischen Haut und Knochen liegt. Dieses Polster dämpft an anderen Stellen wie ein Stoßdämpfer. Dazu kommen die Nervenfasern in der Lederhaut, die jeder Stich reizt.

Wird der Schmerz während einer langen Tattoo-Sitzung stärker?

Ja, je länger eine Tattoo-Sitzung dauert, desto stärker wird der Schmerz meist. Das zeigte eine Studie mit 1.092 Tätowierten aus Polen. Auch Stress vor dem Termin und starkes Bluten verstärkten dort den Schmerz.

Haben Frauen beim Tätowieren mehr Schmerzen als Männer?

Nein, während des Tätowierens gaben Frauen und Männer in einer Studie mit 1.092 Befragten gleich starke Schmerzen an. Direkt nach dem Stechen berichteten Frauen allerdings über stärkere Schmerzen. In der Studie wählten Frauen öfter den Rumpf, Männer öfter den Arm und längere Sitzungen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Safer Tattoo, Sichergehen, mit der Grafik Schmerz-o-meter, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit,
  2. Safer Tattoo, Für Einsteiger, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit,
  3. Tattoos, letzte Aktualisierung 4. Januar 2024, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs,
  4. Wie funktioniert die Haut?, aktualisiert am 16. April 2025, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, gesundheitsinformation.de,
  5. Witkoś J, Hartman-Petrycka M: Gender Differences in Subjective Pain Perception during and after Tattooing, International Journal of Environmental Research and Public Health 17(24), 2020, MDPI, Volltext in PubMed Central,

Einsatz von Sprachmodellen

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Stand dieser Angaben: 4. Oktober 2026.